Zum Inhalt springen
camping-paradiesCampingplätze in Deutschland

Ratgeber · 12 Min. Lesezeit · Stand September 2026

Jackery Erfahrungen: was Explorer-Powerstation und Solarpanel auf dem Stellplatz taugen

Modelle, Preise, Ladezeiten und die Bewertungslage aus Tests und Kundenstimmen, zusammengefasst für Camper ohne Stromanschluss und für den Winter.

Jackery ist auf deutschen Campingplätzen die Marke, die man am häufigsten neben dem Vorzelt stehen sieht. Ob das an der Qualität liegt oder am Marketing, lässt sich nur mit Zahlen beantworten. Dieser Text fasst zusammen, was Hersteller, Fachtests und Kundenbewertungen zur tragbaren Powerstation Jackery Explorer 1000 v2, zum kleineren Jackery Explorer 500 v2 und zu den übrigen Modellen sagen, und rechnet aus, welche Größe für welchen Anwendungsfall auf dem Stellplatz ohne Stromanschluss reicht.

Die Redaktion hat kein Gerät gemessen. Technische Werte sind Herstellerangaben, Messwerte stammen aus den genannten Tests mit Datum.

Jackery Explorer 1000 v2, 500 v2 und Co.: Modelle, Kapazität, Preis

Jackery führt die Explorer-Serie seit 2024 schrittweise auf LiFePO4-Zellen um, erkennbar am Zusatz „v2“. Der ursprüngliche Jackery Explorer 1000 und der Explorer 500 hatten noch eine Lithium-Ionen-Batterie mit NMC- beziehungsweise NCA-Zellen und deutlich weniger Ladezyklen, die v2-Generation ist mit 4.000 Zyklen laut Hersteller wesentlich langlebiger. Die Plus- und Pro-Modelle laufen aus, der Explorer 1000 Plus, 300 Plus und 3000 Pro waren im deutschen Shop am 05.09.2026 nicht lieferbar. Preise sind die Angaben auf de.jackery.com an diesem Tag, Aktionen ändern sie regelmäßig.

Modell Kapazität Dauerleistung Gewicht Preis (Stand 05.09.2026)
Explorer 300D 288 Wh 300 W 2,5 kg 159 Euro (UVP 239 Euro)
Explorer 240 v2 256 Wh 300 W k. A. 249 Euro
Explorer 500 v2 512 Wh 500 W 5,7 kg 499 Euro, mit SolarSaga 100 699 Euro
Explorer 1000 v2 1.070 Wh 1.500 W 10,8 kg 799 Euro, mit SolarSaga 200 1.249 Euro
Explorer 2000 v2 2.042 Wh 2.200 W 17,5 kg 1.599 Euro, mit SolarSaga 200 2.049 Euro
Explorer 3000 v2 3.072 Wh 3.600 W siehe Redaktionshinweis 2.499 Euro, mit 2x SolarSaga 200 3.399 Euro

Die Wattstunden sind die Bruttokapazität des Akkus. Nutzbar ist weniger: Der ADAC maß beim Explorer 1000 v2 im Juni 2025 eine Nettokapazität von 943 Wh am Wechselstromausgang, nextpit kam im September 2024 auf 902 Wh und eine Effizienz von rund 90 Prozent. Für die Planung ist ein Abschlag von 10 bis 15 Prozent auf die Herstellerangabe realistisch, das gilt für alle Marken.

Die Dauerleistung entscheidet, welche Geräte überhaupt anlaufen. Ein Wasserkocher mit 2.000 Watt läuft am Explorer 2000 v2, nicht am 1000 v2. Für Camping-Alltag mit Kühlbox, Licht, Laptop und Ladegeräten reichen 500 Watt Ausgangsleistung, die Kapazität ist die wichtigere Zahl. Der Explorer 100 Plus mit 99 Wh ist eher eine große Powerbank als eine Powerstation und für Kühlbox oder CPAP zu klein.

Anschlüsse, Display und Bedienung

Die v2-Modelle haben das Netzteil eingebaut, zum Aufladen an der Steckdose reicht ein normales Kaltgerätekabel. Das ist ein echter Vorteil gegenüber dem alten Jackery Explorer 1000 mit externem Netzteil, das mit 7,5 Stunden Ladezeit auch deutlich langsamer war. Zum Laden gibt es zwei Wege: den Wechselstrom-Eingang für die Steckdose und den DC-Eingang für Solarpanel oder KFZ-Steckdose. Auf der Ausgangsseite stehen beim Explorer 1000 v2 zwei 230-Volt-Steckdosen, USB-C mit bis zu 100 Watt, ein USB-A-Port und eine 12V-Buchse für Zigarettenanzünder-Stecker bereit, beim Explorer 500 v2 entsprechend weniger.

Das Display zeigt Ladestand in Prozent, die Wattzahl an Eingang und Ausgang und die Restlaufzeit bei aktueller Last. Das ist die wichtigste Anzeige beim Camping, weil sie sofort verrät, ob die Kühlbox gerade taktet und wie lange der Ladezustand noch trägt. Die App zeigt dieselben Werte per Bluetooth oder WLAN, lässt die Ladeleistung drosseln und schaltet den Leisemodus. Wer im Auto lädt, sollte das nur bei laufendem Motor tun, sonst ist die Autobatterie vor der Powerstation leer.

Wer ein älteres Gerät testen oder gebraucht kaufen will, sollte auf drei Dinge achten: Zellchemie, Zahl der Ladezyklen und ob der Lüfter im Leerlauf läuft.

Welche Größe für welchen Bedarf auf dem Stellplatz

Die Rechnung ist immer dieselbe: Leistungsaufnahme des Geräts in Watt mal Stunden Laufzeit ergibt Wattstunden, plus 15 Prozent Verluste. Die Leistungsaufnahme steht auf dem Typenschild oder im Datenblatt des Geräts, nicht auf der Powerstation.

Kompressorkühlbox. Läuft nicht durchgehend, sondern taktet. Die Wattzahl auf dem Typenschild ist die Spitzenlast beim Anlaufen des Verdichters, im Mittel läuft die Box weit sparsamer. Bei 40 bis 60 Watt im Betrieb und einem Verdichterlauf von einem Drittel bis zur Hälfte der Zeit kommen pro Tag grob 300 bis 600 Wh zusammen, im Hochsommer und bei häufigem Öffnen mehr. Ein Explorer 500 v2 überbrückt damit eine Nacht, ein Explorer 1000 v2 einen ganzen Tag. Jackery selbst nennt für den 500 v2 rund 4,5 Stunden für einen tragbaren Kühlschrank mit 60 Watt Dauerleistung, was der Rechnung ohne Taktung entspricht.

Laptop und Homeoffice vom Platz. Ein Notebook zieht 30 bis 65 Watt, ein Arbeitstag mit acht Stunden also 250 bis 500 Wh. Dazu Router, Handy und Licht: Der Explorer 500 v2 schafft einen Arbeitstag, der 1000 v2 zwei. Wer mehrere Tage bleibt, braucht ein Solarmodul oder alle zwei Tage eine Steckdose. Welcher Router und welche SIM-Karte für den Arbeitsplatz am Stellplatz taugen, steht im Ratgeber Mobiles Internet beim Camping.

CPAP-Gerät. Für Schlafapnoe-Geräte ist die Powerstation kein Komfort, sondern Bedingung für die Reise. Ohne Befeuchter und Schlauchheizung liegen die meisten Geräte laut ihren Datenblättern bei 30 bis 60 Watt, mit Befeuchter deutlich darüber. Acht Stunden Schlaf ergeben damit 250 bis 500 Wh, mit Befeuchter bis zu 700 Wh. Der Explorer 500 v2 reicht für eine Nacht ohne Befeuchter, für den sicheren Betrieb mit Befeuchter über mehrere Nächte ist der 1000 v2 die untere Grenze. Wichtig: Am 12-Volt-Ausgang mit dem passenden Adapter des CPAP-Herstellers laufen die Geräte effizienter als über den Wechselrichter, weil die Umwandlung auf 230 Volt entfällt.

E-Bike-Akku. Ein Akku mit 500 bis 750 Wh braucht wegen der Verluste am Ladegerät 600 bis 900 Wh aus der Powerstation. Jackery gibt für den Explorer 500 v2 selbst an, dass er einen 625-Wh-E-Bike-Akku zu 0,8 lädt, also nicht ganz voll. Für zwei E-Bikes am Tag ist der Explorer 2000 v2 die passende Klasse, oder ein 1000 v2 mit Solarmodul, das tagsüber nachlädt.

Heizlüfter und Kaffeemaschine. Ein Heizlüfter mit 1.500 Watt leert einen Explorer 1000 v2 in rund 40 Minuten. Heizen ist keine Aufgabe für eine Powerstation, dafür ist Gas oder der Landstrom zuständig. Eine Kaffeemaschine mit 550 Watt läuft laut Jackery etwa 1,5 Stunden am 1000 v2, für zwei Kannen am Morgen ist das kein Problem.

Solargenerator-Sets, SolarSaga-Solarpanel und Ladezeiten laut Hersteller

Jackery verkauft die faltbaren Solarpanels unter dem Namen SolarSaga (in älteren Testberichten auch Solar Saga geschrieben) in 40, 100 und 200 Watt (109, 249 und 499 Euro am 05.09.2026). Das Solarpanel SolarSaga 100 ist das meistverkaufte Set-Modul, für die 2.000-Wh-Klasse legt Jackery zwei 200-Watt-Panels bei. Die Angaben zur Dauer des Ladevorgangs auf den Produktseiten beziehen sich auf volle Sonne und optimalen Winkel, in der Praxis liegt der Ertrag darunter:

  • Explorer 500 v2: Solareingang bis 200 W, mit einem SolarSaga 200 in 2,8 Stunden voll, an der Steckdose in 1,3 Stunden.
  • Explorer 1000 v2: Solareingang bis 400 W, mit zwei SolarSaga 200 in 3,8 Stunden, an der Steckdose in 1,7 Stunden, im Notfallmodus per App in 1 Stunde, am 12-Volt-Anschluss im Auto in 12 Stunden.
  • Explorer 2000 v2: an der Steckdose in 103 Minuten, im Notfallmodus in 80 Minuten. Der Solareingang liegt nach Angaben von nextpit (Test vom 21.02.2025) bei 400 W, was für 2.042 Wh knapp bemessen ist.
  • Explorer 3000 v2: Solareingang bis 1.000 Watt, damit in 3,5 Stunden voll, mit einem einzelnen SolarSaga 200 in 22 Stunden. An der Steckdose 1,8 Stunden.

Für den Campingplatz ohne Anschluss heißt das: Ein einzelnes 100W-Panel lädt an einem durchschnittlichen Sommertag in Deutschland realistisch 300 bis 500 Wh nach, mit zwei Solarmodulen entsprechend mehr. Das deckt eine Kühlbox, aber keinen Laptop-Arbeitstag zusätzlich. Wer das Modul nur flach auf das Dach legt, verliert weiter. Die Solargeneratoren-Sets aus dem Herstellershop sind technisch nichts anderes als Powerstation plus Modul, der Setpreis liegt aber meist unter dem Einzelkauf.

Testberichte und Bewertungen: wie Tester und Käufer Jackery sehen

Stiftung Warentest (test 08/2023, veröffentlicht am 20.07.2023). Elf Powerstations im Vergleich, fünf davon „gut“. Der Jackery Explorer 500, damals noch mit NCA-Zellen, gehörte zu den guten Geräten, Testsieger war die EcoFlow River 2 Max. Die genaue Note steht hinter der Bezahlschranke, siehe Redaktionshinweis. Einen neueren Warentest-Vergleich mit den v2-Modellen gibt es bis September 2026 nicht.

ADAC Powerstation-Test (11.06.2025). Acht Geräte, und hier fiel der Explorer 1000 v2 mit „mangelhaft“ durch. Grund war kein Leistungsproblem, sondern ein Sicherheitsurteil: Die beiden DC-Eingänge für Auto und Solar sind laut ADAC nicht voneinander entkoppelt, beim gleichzeitigen Laden über beide Wege kann Spannung auf das Bordnetz des Fahrzeugs gelangen. In Funktion und Handhabung lobte der ADAC das geringe Gewicht und die App. Testsieger war die Bluetti AC180P (2,0), gefolgt von der EcoFlow Delta 3 Plus (2,1) und der Anker Solix C800 Plus (2,5). Für Camper ist die Konsequenz einfach: nicht gleichzeitig über Zigarettenanzünder und Solar laden, bis Jackery das Thema adressiert hat.

Fachtests der v2-Modelle. nextpit bewertete den Explorer 1000 v2 am 20.09.2024 mit 4,5 von 5 Sternen und hob die Effizienz von 90 Prozent hervor, Kritik gab es für die fehlenden Abdeckungen an den USB-Ports und die fehlende IP-Zertifizierung. Den Explorer 2000 v2 sah nextpit am 21.02.2025 bei 4 von 5, promobil stufte ihn am 14.08.2025 als „empfehlenswert“ ein. Der Explorer 2000 Plus bekam bei netzwelt (11.07.2023) eine Empfehlung mit dem Hinweis auf 27,7 Kilogramm Gewicht.

Kundenbewertungen. Auf Trustpilot steht der deutsche Shop de.jackery.com bei 4,4 von 5 Sternen aus 322 Bewertungen, davon 79 Prozent mit fünf Sternen und 8 Prozent mit einem Stern (abgerufen am 05.09.2026). Bei Amazon.de liegt der Explorer 1000 v2 laut dem Aggregator testberichte.de bei rund 4,5 Sternen aus etwa 340 Bewertungen, der Explorer 2000 v2 bei 4,1 Sternen aus 41 Bewertungen (Stand ebenfalls 05.09.2026).

Typische Kritik und typisches Lob

Die Kritikpunkte wiederholen sich über Tests und Bewertungen hinweg:

  • Lüfter und Kühlung. Beim Schnellladen und unter hoher Last ist die aktive Kühlung deutlich hörbar, nextpit maß beim 1000 v2 rund 47 dB, netzwelt beschrieb den Lüfter des 2000 Plus als „lautstark bemerkbar“. Jackery hat darauf mit einem Leisemodus in der App reagiert, der die Ladeleistung drosselt und laut Hersteller auf 30 dB kommt. Wer nachts im Zelt lädt, sollte den Modus kennen. Der Explorer 300D kommt ganz ohne Lüfter aus.
  • Preis. Die Listenpreise liegen über denen von Anker und EcoFlow in derselben Klasse, die Anker Solix C1000 Gen 2 wurde 2026 zu Aktionspreisen um 600 Euro angeboten, der Explorer 1000 v2 steht bei 799 Euro. Jackery gleicht das mit häufigen Rabattaktionen aus, der Kaufzeitpunkt macht 20 bis 30 Prozent aus.
  • Garantieabwicklung. Der Prozess ist dokumentiert: Rechnungskopie einreichen, Rücksendelabel erhalten, nach ein bis zwei Wochen kommt ein Austauschgerät (so beschrieben bei solar-generatoren.de, 22.05.2023). Die Ein-Stern-Bewertungen auf Trustpilot beschreiben aber auch langwierige Fälle mit wiederholten Nachfragen. Ohne saubere Rechnung läuft nichts.
  • Solareingang. Bei den großen Modellen ist der maximale Solareingang im Verhältnis zur Kapazität klein, beim 2000 v2 dauert ein Vollladen über zwei Module einen ganzen Sonnentag.
  • App und Abdeckungen. Die App gilt als solide, aber weniger umfangreich als bei EcoFlow. Offene USB-Ports ohne Kappe und die fehlende IP-Schutzklasse werden in mehreren Tests genannt.

Gelobt werden vor allem drei Dinge: das geringe Gewicht der v2-Modelle im Verhältnis zur Kapazität, die gemessene Effizienz um 90 Prozent und die Verarbeitung. In den Kundenbewertungen kommen schnelle Lieferung und ein freundlicher Support hinzu.

Vergleich mit EcoFlow, Anker Solix, Bluetti und Zendure

Alle vier Wettbewerber setzen bei den aktuellen Modellen ebenfalls auf LiFePO4-Zellen, der Vorsprung, den Jackery mit den v2-Modellen aufgeholt hat, ist also kein Alleinstellungsmerkmal.

  • EcoFlow hat die breiteste Modellpalette und das stärkste Ökosystem: höhere Solareingänge, Zusatzakkus, Smart-Home-Anbindung, eine App mit mehr Funktionen. Die Delta 3 mit 1.024 Wh war im September 2026 in Preisvergleichen ab rund 500 Euro gelistet, die Delta 3 Plus lag beim ADAC mit 2,1 auf Platz zwei. Wer viel nachladen will, ist hier oft besser aufgehoben.
  • Anker Solix liefert in der 1-kWh-Klasse mit der C1000 Gen 2 mehr Dauerleistung (2.000 W) und die kürzeste Ladezeit (49 Minuten laut Hersteller) bei fünf Jahren Garantie ohne Bedingung. Gewicht und Bauform sind mit Jackery vergleichbar.
  • Bluetti gewann den ADAC-Test 2025 mit der AC180P (1.440 Wh, Note 2,0) und ist bei großen Kapazitäten oft günstiger pro Wattstunde. Die Elite 100 V2 (1.024 Wh, 1.800 W) lag im September 2026 ab rund 580 Euro. Dafür sind die Geräte meist schwerer.
  • Zendure spielt mit der SuperBase V (4.608 oder 6.438 Wh, bis 3.800 W) in einer anderen Klasse: eher Notstrom und Balkonkraftwerk-Speicher als Tragegerät. Für den Stellplatz ist das nur interessant, wer ein Wohnmobil mit entsprechendem Stauraum und Gewichtsreserve hat.

Jackerys eigener Vorteil liegt in Gewicht, Effizienz und einer sehr einfachen Bedienung. Wer eine Powerstation zum Tragen zwischen Auto, Zelt und Strand sucht, findet bei Jackery die leichtesten Geräte je Wattstunde. Wer sie als Energiezentrale mit viel Solar auf dem Dach betreiben will, findet bei EcoFlow und Bluetti das bessere Verhältnis von Solareingang zu Kapazität.

Wintercamping mit Powerstation

Im Winter wird die Powerstation vom Komfort zur Absicherung, weil die Stromabsicherung auf vielen Plätzen mit Heizung und Boiler an die Grenze kommt. Was dabei zählt, steht im Ratgeber Wintercamping: woran es wirklich hängt. Für die Powerstation selbst gelten zwei Herstellergrenzen:

  • Laden nur über null Grad. Für den Explorer 1000 v2 gibt Jackery eine Ladetemperatur von 0 bis 45 Grad an. Darunter blockiert das Batteriemanagement den Ladevorgang, ohne dass ein Defekt vorliegt. Ein Praxisbericht von outdoormonster.de (07.01.2026) beschreibt genau das: v2-Modelle liefen bei minus 5 Grad im Entladebetrieb stabil, verweigerten aber das Laden, bis sie im Innenraum aufgewärmt waren.
  • Entladen bis minus 10 Grad beim 1000 v2, bis minus 15 Grad beim Explorer 300D. Im Vorzelt bei Frost sinkt zudem die nutzbare Kapazität, weil kalte Zellen weniger Energie abgeben.

Praktisch heißt das: Die Powerstation steht im Winter im beheizten Wohnraum und wird dort geladen, entweder über den Landstrom, wenn er verfügbar ist, oder über ein Modul, dessen Kabel nach draußen führt. Eine Isoliertasche hilft beim Transport, ersetzt aber keine Heizung. Der Lüfter braucht Luft, eine komplett eingepackte Powerstation überhitzt auch im Winter.

Review-Fazit in drei Sätzen

Die Jackery Explorer 1000 Powerstation in der v2-Version ist ein leichtes, effizientes und einfach zu bedienendes Gerät für Camper, die Kühlbox, Laptop und Ladegeräte versorgen wollen. Der Explorer 500 v2 ist die Wochenend-Variante mit 512 Wh. Beide haben eine höhere UVP als die Konkurrenz, einen hörbaren Lüfter beim Schnellladen und beim 1000 v2 das ungeklärte ADAC-Urteil zum DC-Eingang.

Was der Kauf im Gesamtbudget bedeutet

Eine Powerstation der 1-kWh-Klasse kostet mit Modul so viel wie zwei bis drei Wochen Stellplatz in der Hauptsaison. Sie rechnet sich nicht über gesparte Stromkosten, sondern über Plätze, die ohne Anschluss günstiger sind oder überhaupt erst in Frage kommen, etwa Stellplätze ohne Versorgung oder Naturplätze. Was am Platz sonst noch anfällt, steht im Ratgeber Was Camping wirklich kostet.

Für wen Jackery passt

  • Passt: Wer ein leichtes Gerät für Kühlbox, Laptop und Ladegeräte sucht, es zwischen Auto, Stellplatz und Zelt trägt und Wert auf einfache Bedienung legt. Der Explorer 500 v2 für Wochenenden, der 1000 v2 für Wochen mit Solarmodul.
  • Passt mit Einschränkung: Wer im Wohnmobil laden will. Die Ladezeit am 12-Volt-Anschluss ist lang, und das gleichzeitige Laden über Auto und Solar ist nach dem ADAC-Urteil zu vermeiden.
  • Passt weniger: Wer eine Energiezentrale mit hohem Solareingang und Zusatzakkus plant, wer den Lüfter im Zelt nicht ertragen will oder wer beim Preis vergleicht und die Garantie unabhängig vom Händler haben will. Dort liegen EcoFlow, Anker Solix und Bluetti vorn.

Die Plätze, auf denen eine Powerstation den Unterschied macht, findest du unter Wohnmobilstellplätze und Wintercamping.

Redaktionshinweis

Folgende Angaben in diesem Text sind noch nicht gegen eine Primärquelle geprüft: Genaue Note des Jackery Explorer 500 bei Stiftung Warentest (test 08/2023): Sekundärquellen nennen 2,4 und 2,5, das Einzelergebnis liegt hinter der Bezahlschranke; Garantiestaffel je Modell: 3 plus 2 Jahre steht auf den Produktseiten von Explorer 300D und SolarSaga 40 Mini, für den Explorer 100 Plus nennt Jackery 2 Jahre; ob 5 Jahre für alle v2-Modelle gelten, ist nicht aus einer Primärquelle belegt; Gewicht des Explorer 3000 v2 laut Datenblatt; Genaue Anschlussbelegung je Modell (Zahl der USB-A- und USB-C-Ports, Leistung je Port) laut Datenblatt; Solar-Eingangsleistung des Explorer 2000 v2: 400 Watt laut nextpit (02/2025), Herstellerdatenblatt nicht selbst eingesehen.

Häufige Fragen

Ist Jackery seriös?

Ja. Jackery wurde 2012 gegründet, die deutsche Gesellschaft Jackery Technology GmbH sitzt in Düsseldorf und ist im Handelsregister eingetragen. Auf Trustpilot liegt der deutsche Shop bei 4,4 von 5 Sternen aus 322 Bewertungen (abgerufen am 05.09.2026). Kritik betrifft nicht die Seriosität, sondern einzelne Punkte wie Lüfter, Preis und die Dauer mancher Garantiefälle.

Was ist besser, EcoFlow oder Jackery?

Das hängt vom Bedarf ab. EcoFlow lädt in der Regel schneller über Solar, hat die umfangreichere App und schnitt beim ADAC (06/2025) mit der Delta 3 Plus mit 2,1 ab. Jackery punktet bei Gewicht und Effizienz der v2-Modelle. Wer viel Solar nachladen will, ist bei EcoFlow oft besser aufgehoben, wer leicht tragen und einfach bedienen will, bei Jackery.

Was ist besser, Jackery oder Anker Solix?

Die Anker Solix C1000 Gen 2 bietet bei gleicher Kapazitätsklasse 2.000 Watt Ausgang statt 1.500 Watt beim Explorer 1000 v2 und lädt laut Hersteller in 49 Minuten voll. Anker gibt fünf Jahre Garantie ab Kauf, bei Jackery hängt die Verlängerung am Kauf im Herstellershop. Preislich liegen beide bei Aktionen nah beieinander, die Listenpreise von Jackery sind höher.

Welche Jackery Powerstation reicht für eine Kühlbox?

Eine Kompressorkühlbox braucht über den Tag grob 300 bis 600 Wattstunden, abhängig von Außentemperatur und Öffnungshäufigkeit. Ein Explorer 500 v2 (512 Wh) trägt eine Kühlbox über eine Nacht, ein Explorer 1000 v2 (1.070 Wh) über einen Tag, ohne Nachladen. Für mehrere Tage ohne Anschluss braucht es ein Solarmodul oder die 2.000-Wh-Klasse.

Kann ich eine Jackery Powerstation im Winter draußen stehen lassen?

Entladen ist laut Hersteller beim Explorer 1000 v2 bis minus 10 Grad möglich, Laden nur zwischen 0 und 45 Grad. Unter null blockiert das Batteriemanagement den Ladevorgang. Im Winter gehört das Gerät zum Laden in den beheizten Innenraum, zum Betrieb darf es kühl stehen, aber nicht im Frost.

Wie lange hält der Akku einer Jackery Powerstation?

Die v2-Modelle nutzen LiFePO4-Zellen, für die Jackery 4.000 Ladezyklen bis 70 Prozent Restkapazität angibt, beim Explorer 500 v2 sogar 6.000 Zyklen. Die älteren Modelle wie der Explorer 500 oder 1000 haben NMC- oder NCA-Zellen mit deutlich weniger Zyklen. Wer ein gebrauchtes oder generalüberholtes Gerät kauft, sollte auf die Zellchemie achten.