Ostseestrand oder Achterwasser: die zwei Seiten Usedoms
An der Außenküste reihen sich die Seebäder wie an einer Schnur, und hinter der Dünenkette liegen die Campingplätze: Dünencamp Karlshagen im Norden, Pommernland in Zinnowitz, das Dünengelände Zempin, Stubbenfelde bei Loddin und der 750 Stellplätze große Naturcampingplatz am Strand in Ückeritz, der sich kilometerlang im Küstenwald erstreckt.
Das Achterwasser ist das Binnengewässer zwischen Insel und Halbinsel Gnitz: flach, warm, windgeschützt. Natur Camping Usedom in Lütow und der Hafen Stagnieß sind die Adressen für Familien mit kleinen Kindern, Stand-up-Paddler und Angler. Ganz im Süden am Stettiner Haff liegt Kamminke mit Blick nach Polen, auf dem Festland gegenüber Lassan am Peenestrom und Freest am Greifswalder Bodden.
Saison, Sonne und Kurtaxe
Usedom zählt regelmäßig die meisten Sonnenstunden Deutschlands, die Badesaison läuft von Juni bis September. Ganzjährig geöffnet sind Karlshagen, Zinnowitz und Zempin, alle drei auch mit Wintercamping-Angebot. Die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin und die übrigen Seebäder erheben Kurtaxe, die zum Stellplatzpreis dazukommt.
Im Juli und August ist die Insel voll und die Bäderstraße B111 staut sich; wer kann, reist an Werktagen an. Mai, Juni und September sind auf Usedom besonders lohnend, weil die Strände leer sind und das Achterwasser sich schneller erwärmt als die Ostsee.
Hunde, Kinder und Naturcamping auf Usedom
Hunde sind auf den meisten Plätzen willkommen, einen eigenen Hundestrand hat unter anderem Ückeritz. Familien mit kleinen Kindern sind am Achterwasser besser aufgehoben als an der Brandungsseite. Als Naturcampingplätze sind Trassenheide, Ückeritz, Stagnieß, Lütow, Nandalee bei Bansin, Korswandt und Lassan geführt: Stellplätze unter Kiefern, wenig Infrastruktur, viel Ruhe.
Die Insel ist flach und hat ein durchgehendes Radwegenetz von Peenemünde bis Swinemünde; die Usedomer Bäderbahn verbindet die Seebäder im Stundentakt, sodass das Auto auf dem Platz bleiben kann. Ausflugsziele sind das Historisch-Technische Museum Peenemünde, die Seebrücken der Kaiserbäder, die Schmetterlingsfarm Trassenheide und das polnische Swinemünde.
Anreise
Auf die Insel führen die Peenebrücke Wolgast (B111) im Norden und die Zecheriner Brücke (B110) im Süden. Von Berlin sind es rund drei Stunden, von Hamburg etwa vier. Die Brücken öffnen mehrmals täglich für den Schiffsverkehr, Wartezeiten sind im Sommer normal.
Weitere Küstenplätze finden sich unter Camping an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern und Camping auf Rügen.
Camping Usedom: Preise, Ausstattung und Buchung
Preise und Verfügbarkeit stehen nur beim Betreiber: Jede Platzseite auf Usedom verlinkt direkt auf dessen Website, dort findest du auch aktuelle Bewertungen anderer Gäste, die Öffnungszeiten der Rezeption und die Regeln für Check-in und Check-out. Wir nennen keine Preise, weil sie sich je nach Saison, Stellplatzgröße und Personenzahl ändern; ein Anruf beim Platz ist in der Hauptsaison ohnehin der schnellste Weg zur Zusage.
Bei der Ausstattung reicht die Spanne auf Usedom von der einfachen Zeltwiese mitten in der Natur bis zum Ferienpark mit Komfort-Stellplatz, Privatsanitär und Camperküche. Für Paare und Erwachsene ohne Kinder zählen Ruhe und Lage, für Familien Spielplatz, Animation und flaches Wasser; im Verzeichnis lassen sich beide Merkmale filtern. Was den Campingurlaub auf Usedom ausmacht, sind die Vorteile der Umgebung: die Kaiserbäder, das Achterwasser und Sehenswürdigkeiten wie Peenemünde, Swinemünde und die Seebrücken, dazu die Freiheit, jeden Tag neu zwischen Wasser, Stadt und Natur zu wählen.