Wo am Bodensee campen: Nordufer, Untersee oder Hinterland
Der Bodensee ist mit 536 Quadratkilometern der größte See Deutschlands, und die Campingplätze verteilen sich auf drei sehr unterschiedliche Ecken. Am Nordufer zwischen Lindau und Überlingen liegen die Plätze mit dem klassischen Seeblick auf die Alpen: Park-Camping Lindau am See im Ortsteil Zech direkt am Ufer nahe der österreichischen Grenze, der Campingplatz Schloss Helmsdorf mit über 300 Stellplätzen bei Immenstaad, Camping Park Gohren mit rund 600 Stellplätzen, Safarizelten und SUP-Station bei Kressbronn sowie der Campingpark Überlingen, von dem aus die Altstadt zu Fuß erreichbar ist. Zwischen Überlingen und Meersburg reihen sich kleinere Plätze wie Birnau-Maurach unterhalb der Wallfahrtskirche, Brändle-Köhne und Camping Nell mit jeweils nur rund 50 Fahrzeugplätzen am Flachwasserstrand.
Am Untersee westlich von Konstanz wird es ruhiger und naturnäher. Die Plätze in Hegne, Allensbach und Markelfingen liegen am Bodensee-Radweg zwischen Konstanz und Radolfzell, auf der Halbinsel Höri warten Campingdorf Horn und Höristrand, und auf der UNESCO-Welterbeinsel Reichenau steht Insel-Camping Sandseele direkt am Wasser. Gegenüber der Blumeninsel Mainau liegt der Naturcampingplatz Litzelstetten-Mainau im Naturschutzgebiet, der nur Zelte und Wohnmobile bis sechs Meter aufnimmt.
Im Hinterland von Hegau, Linzgau und Deggenhausertal, zehn bis fünfzehn Kilometer vom See entfernt, stehen die Anlagen mit dem größten Komfort: das Wirthshof Resort in Markdorf und Hegi Familien Camping in Tengen sind ADAC Superplätze mit Hallenbad, der Campingpark Gitzenweiler Hof bei Lindau hat Badesee, Schwimmbecken und Tiergehege, und der Camping- und Ferienpark Orsingen liegt zwischen Stockach und Singen. Wer die Nähe zum Wasser nicht braucht, findet hier freie Stellplätze, wenn am Ufer längst alles voll ist.
Baden, Radfahren und Wassersport rund um den See
Der Bodensee-Radweg führt an fast jedem Campingplatz am Ufer vorbei, viele Camper nutzen die Plätze deshalb als Etappenziele auf der rund 260 Kilometer langen Umrundung. Wer ohne Auto anreist, kommt mit der Bahn nach Lindau, Friedrichshafen, Überlingen oder Konstanz und von dort mit dem Rad weiter, eine Übersicht steht unter Camping ohne Auto am Bodensee.
Zum Baden ist der See ab Juni angenehm, im August erreicht er oft über 22 Grad. Die meisten Plätze haben eine eigene Badestelle oder ein angeschlossenes Strandbad, alle Plätze mit direktem Seezugang stehen unter Camping am See am Bodensee. Stand-up-Paddling, Kanu und Segeln sind auf dem ganzen See möglich; Bootsstege und Slipanlagen gibt es unter anderem in Gohren, Immenstaad, auf der Reichenau und in Seefelden bei Camping Seeperle. Wer lieber einen kleinen See mag, weicht auf den Campingplatz Seewiese am Illmensee im Naturpark Obere Donau aus.
Camping am Bodensee mit Kindern und mit Hund
Familien fahren am besten in die Ferienparks mit Animation, Pool und Spielplatz: Wirthshof, Gitzenweiler Hof, Gohren und Hegi bieten alles von der Kinderanimation bis zum Streichelzoo, der Campinghof Salem hat Ponyreiten und Streichelgehege. Am Ufer sind die Flachwasserstrände bei Immenstaad, Hagnau und Nußdorf für kleinere Kinder geeignet. Alle familienfreundlichen Plätze stehen unter Camping mit Kindern am Bodensee.
Hunde sind auf 23 der 31 Plätze willkommen, die Liste steht unter Camping mit Hund am Bodensee. Ausnahmen gibt es: der Campingplatz Willam auf der Reichenau nimmt keine Hunde auf, und an vielen Badestränden gilt in der Hauptsaison Leinenpflicht.
Saison, Reservierung und Anreise
Die Campingsaison am Bodensee läuft von Ostern bis Oktober, die Plätze am Ufer sind in den Sommerferien von Baden-Württemberg und Bayern ohne Reservierung praktisch nicht zu bekommen. Mai, Juni und September sind die besseren Monate: Apfelblüte und Weinlese, warmes Wasser im September, freie Stellplätze und niedrigere Preise. Ganzjährig geöffnete Plätze gibt es am Bodensee kaum, Hegi öffnet immerhin von März bis November.
Die Anreise läuft über die A96 nach Lindau, die B31 entlang des Nordufers und die A81 Richtung Singen und Konstanz. Lohnende Ausflüge sind die Insel Mainau, die Pfahlbauten in Unteruhldingen, das Zeppelin Museum in Friedrichshafen, die Altstadt von Lindau und die Schweizer Seite mit dem Rheinfall bei Schaffhausen. Wer weiter nach Süden will, findet die Plätze im Allgäu, Richtung Westen geht es in den Schwarzwald und auf die Schwäbische Alb.
Camping Bodensee: Preise, Ausstattung und Buchung
Preise und Verfügbarkeit stehen nur beim Betreiber: Jede Platzseite am Bodensee verlinkt direkt auf dessen Website, dort findest du auch aktuelle Bewertungen anderer Gäste, die Öffnungszeiten der Rezeption und die Regeln für Check-in und Check-out. Wir nennen keine Preise, weil sie sich je nach Saison, Stellplatzgröße und Personenzahl ändern; ein Anruf beim Platz ist in der Hauptsaison ohnehin der schnellste Weg zur Zusage.
Bei der Ausstattung reicht die Spanne am Bodensee von der einfachen Zeltwiese mitten in der Natur bis zum Ferienpark mit Komfort-Stellplatz, Privatsanitär und Camperküche. Für Paare und Erwachsene ohne Kinder zählen Ruhe und Lage, für Familien Spielplatz, Animation und flaches Wasser; im Verzeichnis lassen sich beide Merkmale filtern. Was den Campingurlaub am Bodensee ausmacht, sind die Vorteile der Umgebung: die Sehenswürdigkeiten von Lindau bis Konstanz, der Bodensee-Radweg vor der Tür und die Alpen als Kulisse, dazu die Freiheit, jeden Tag neu zwischen Wasser, Stadt und Natur zu wählen.