Campingplätze mit Dauerstellplätzen nach Region
Nordrhein-Westfalen: 18 Plätze im Sauerland und Münsterland, darunter Kalberschnacke über dem Listersee, der Campingplatz Winterberg am Skilift und der Campingpark Sonnensee am Teutoburger Wald. Franken: 16 Plätze, etwa der Campingplatz Bärenschlucht bei Pottenstein mit rund 70 Dauerplätzen im Püttlachtal und Camping Katzenkopf an der Mainschleife, siehe Dauercamping in Franken. Harz: KNAUS Campingpark Walkenried mit Hallenbad, Harz-Camp Göttingerode mit Brockenblick, Harz-Camp Bremer Teich bei Gernrode und der Campingplatz Eulenburg in Osterode, alle unter Dauercamping im Harz.
Eifel, Hunsrück, Mosel: Eifel-Camp Freilinger See am See, Mosel Islands mit 113 Dauerstellplätzen und Bootssteg auf einer Moselinsel, Camping Park Weiherhof im Westerwald und Camping am Mühlenteich im Hunsrück, siehe Dauercamping in der Eifel und in der Pfalz und im Westerwald. Norden und Osten: Campingplatz Auf dem Simpel neben dem Heide Park, KNAUS Campingpark Tossens am Nordseestrand, der Königliche Campingpark Sanssouci am Templiner See in Potsdam, Oberhof Camping Lütschesee und Campingpark Pahna in Thüringen, siehe Dauercamping in Brandenburg und im Weserbergland.
Was ein Dauerstellplatz kostet: Jahrespacht, Nebenkosten und Vertrag
Kosten: Stand September 2026 liegt die Jahrespacht für einen Dauerstellplatz in Deutschland meist zwischen 1.200 und 3.500 Euro, an Seen und an der Küste auch darüber; dazu kommen Strom nach Zähler, Wasser und Abwasser, Müll, oft eine Kurtaxe-Pauschale und in vielen Bundesländern die Zweitwohnungssteuer, wenn der Wohnwagen als Zweitwohnsitz gilt. Realistisch sind 2.000 bis 5.000 Euro im Jahr für alles - für Familien, die zwanzig Wochenenden und die Sommerferien auf dem Platz verbringen, günstiger als jedes Ferienhaus, für zwei Wochen im Jahr teurer als jeder Urlaub.
Vertrag: Dauercamping-Verträge laufen meist ein Jahr und verlängern sich, wenn nicht zum Saisonende gekündigt wird; Kündigungsfristen von drei Monaten sind üblich. Wichtig vor der Unterschrift: Welche Aufbauten sind erlaubt (Vorzelt, Schutzdach, Holzterrasse, Gartenzwerg), wer haftet bei Sturm, was passiert beim Verkauf des Wohnwagens mit dem Platz, und ist die Nutzung als Wohnsitz erlaubt? Denn Dauerwohnen auf dem Campingplatz ist in Deutschland baurechtlich meist untersagt - der Dauerstellplatz ist Freizeitwohnsitz, kein Hauptwohnsitz, auch wenn manche Plätze Ausnahmen dulden.
Dauercamper werden: so findest du den richtigen Platz
Die meisten Dauerstellplätze werden nicht online vergeben, sondern über Wartelisten und Nachfolge: Wer einen Platz will, fragt beim Betreiber nach frei werdenden Parzellen, oft mit Übernahme des vorhandenen Wohnwagens samt Vorzelt vom Vorgänger. Ein Besuch an einem normalen Wochenende zeigt mehr als jede Website - wie dicht die Parzellen stehen, ob die Nachbarn Familien oder Rentner sind, wie laut es abends ist und ob die Anlage gepflegt wird. Die Entfernung von zuhause sollte unter 90 Minuten liegen, sonst wird aus zwanzig Wochenenden schnell zehn.
Ausstattung, die beim Dauercamping zählt: fester Stromanschluss mit 16 Ampere, Wasser- und Abwasseranschluss auf der Parzelle, ein Winterlager oder die Erlaubnis, das Vorzelt stehen zu lassen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie am Platz, und für Familien Spielplatz und Badesee. Wer erst einmal testen will, ob Dauercamping passt, mietet einen Saisonstellplatz von April bis Oktober - viele Plätze bieten das an. Ganzjährig nutzbare Plätze mit Winterbetrieb stehen unter Wintercamping, Plätze mit Badesee unter Camping am See.