CamperDays Erfahrungen: Wohnmobil mieten über das Portal, Bedingungen und Grenzen
CamperDays vermietet kein einziges Wohnmobil selbst. Die Kölner Plattform vergleicht die Wohnmobil-Angebote von rund 150 Vermietern in mehr als 35 Ländern und bucht dann bei einem davon. Genau daraus ergeben sich Stärken und Schwächen, die in den Bewertungen immer wieder auftauchen.
Wer nach Erfahrungen mit CamperDays sucht, findet zwei Sorten von Berichten: Lob für die übersichtliche Buchung und die telefonische Beratung, und Ärger über Dinge, die an der Abholstation schiefgingen. Beides ist typisch für ein Portal, das selbst kein Wohnmobil besitzt. Diese Seite sortiert, was die Plattform wirklich leistet, was der Vermietpartner entscheidet, welche Bedingungen bei Kaution, Kilometern, Storno und Versicherung gelten, welche Gutscheine es tatsächlich gibt und wo ein Direktvermieter wie Roadsurfer oder McRent die bessere Wahl ist.
Zur Einordnung vorab: Die Redaktion hat nicht über CamperDays gebucht. Grundlage sind die Geschäftsbedingungen und Hilfeseiten des Portals, die veröffentlichten Testberichte, Threads im Forum Womo-Abenteuer und die öffentliche Bewertungslage, jeweils mit Stand September 2026.
Kurz gesagt
- CamperDays ist ein Vermittler. Wer dort ein Wohnmobil mieten will, vergleicht Angebote von rund 150 gewerblichen Vermietfirmen in mehr als 35 Ländern und bucht dann bei einer davon. Über 40.000 Fahrzeuge an mehr als 700 Stationen sind gelistet.
- Die Preise setzen die Vermietfirmen, der Preisvergleich sortiert aufsteigend, bezahlte Platzierungen sind laut AGB ausgeschlossen. Eine Tiefpreisgarantie gilt für identische Angebote.
- Kaution, Selbstbehalt, Kilometer, Mindestalter und Stornofristen bestimmt der Vermietpartner. Die Plattform erhebt keine eigenen Stornogebühren, reicht die Bedingungen aber unverändert durch.
- Bewertungslage: Trustpilot 4,5 von 5 bei 1.210 Bewertungen, Stiftung Warentest 01/2022 alleiniger Testsieger mit Gut (2,2), DtGV 2023 Platz zwei von neun Portalen.
- Gutscheine: 50 Euro über den Newsletter ab 1.000 Euro Buchungswert, dazu befristete Aktionscodes von 100 bis 120 Euro. Alles andere auf Gutscheinportalen ist meist abgelaufen.
- Passt für Fernreisen mit vielen Vermietfirmen zur Auswahl, für Einwegmieten und für alle, die telefonisch beraten werden wollen. Passt weniger, wenn ein bestimmtes Fahrzeugmodell zählt oder ein Direktvermieter in der Nähe ohnehin die Wunschflotte hat.
Was CamperDays ist und wem es gehört
CamperDays wurde im Februar 2013 in Köln gegründet, zunächst als Projekt der SilverTours GmbH, dem Unternehmen hinter billiger-mietwagen.de. Noch im selben Jahr übernahm die ProSiebenSat.1-Gruppe beide Portale. 2023 folgte die Ausgliederung in eine eigene Gesellschaft, die CamperDays GmbH mit Sitz am Holzmarkt in Köln. Am 26. März 2026 gab ProSiebenSat.1 bekannt, die Plattform an eine Gruppe privater Investoren zu verkaufen, Abschluss geplant für Ende April 2026. Für die Buchung ändert das nichts, die Vertragspartnerin bleibt die deutsche GmbH.
Das Team umfasst nach eigenen Angaben über 50 Personen in Köln und in einem zweiten Büro in Alicante. Die Plattform gibt es mit 14 Länderdomains, seit Juli 2025 auch für Österreich. Die kostenlose Beratung per Telefon ist ein Kernversprechen, der Kundenservice ist erreichbar Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr, freitags bis 15 Uhr. Wer am Wochenende ein Problem an der Station hat, erreicht dort niemanden. Dieser Punkt kommt in den Bewertungen regelmäßig vor.
Im Preisvergleich stehen ausschließlich gewerbliche Vermietfirmen, keine privaten Anbieter. Nach eigener Darstellung will das Unternehmen nur mit Anbietern zusammenarbeiten, die bei Flottengröße, Kundenzufriedenheit und technischer Anbindung passen. Für Australien und Neuseeland sind das unter anderem Apollo, Britz, Maui, Mighty und Jucy, für die USA Cruise America, Road Bear und El Monte, für Kanada CanaDream und Fraserway. In Europa listet die Plattform McRent, rent easy, DRM, roadsurfer, Touring Cars und den One-Way-Spezialisten Anywhere Campers. Für den deutschen Markt zählte der Test der Stiftung Warentest 2022 allein hierzulande 57 Vermietfirmen und 289 Stationen.
So funktioniert Wohnmobil buchen über CamperDays
Der Ablauf ist der eines Reisebüros, nicht der eines Wohnmobilanbieters. Man gibt Abholort, Rückgabeort und Reisezeitraum ein, die Plattform fragt die Preise der angeschlossenen Vermietfirmen in Echtzeit ab und sortiert die Treffer nach Preis. Die Such- und Filtermöglichkeiten sind der Punkt, den die Stiftung Warentest am höchsten bewertet hat: Fahrzeugtyp, Schlafplätze, Getriebe, Alter des Fahrzeugs, Hund erlaubt, Einwegmiete.
“Sofort verfügbar” und “auf Anfrage”. Bei sofort verfügbaren Angeboten ist die Buchung mit einem Klick fest. Bei Angeboten auf Anfrage klärt der Kundenservice erst mit dem Vermietpartner, ob das Fahrzeug im Zeitraum frei ist. Der Mietvertrag kommt in beiden Fällen erst mit der Buchungsbestätigung per E-Mail zustande. Kommt innerhalb von fünf Werktagen weder Voucher noch Absage, entfällt die Bindung an die Anfrage. Ist die Kategorie ausgebucht, kommt eine Alternative oder eine Absage, die ursprüngliche Reservierung wird dann storniert.
Kategorie statt Modell. Das ist der Punkt, der die meisten Missverständnisse erzeugt. Gebucht wird eine Fahrzeugkategorie, nicht ein bestimmtes Modell. Verbindlich sind laut AGB nur Kategorie, Gewichtsklasse, Zahl der Schlafplätze, Getriebeart und Kraftstoff. Die Fahrzeuglänge darf um bis zu 1,5 Meter abweichen, auch die Bettmaße. Wer eine bestimmte Länge für die Fähre oder ein Mindestmaß fürs Bett braucht, muss das vor der Buchung anfragen und schriftlich bestätigen lassen. Kann die Station die gebuchte Kategorie nicht stellen, darf sie ein vergleichbares oder größeres Fahrzeug übergeben, ohne Aufpreis. Nur eine kleinere Kategorie muss man nicht annehmen.
Zahlung. Die Plattform wickelt den Mietpreis ab, nicht der Vermietpartner. Zur Wahl stehen Kreditkarte (Visa und Mastercard), SEPA-Lastschrift und für bestimmte Währungen die Rechnung. Bei Kreditkartenzahlung wird der gesamte Betrag mit der Buchungsbestätigung belastet, nicht erst kurz vor der Reise. Bei Rechnung verschickt das Portal nach der Bestätigung durch den Vermieter eine Zahlungsaufforderung mit Fälligkeitsdatum. Vor Ort zu zahlende Zusatzleistungen, etwa Campingtisch, Kindersitz oder Bettwäsche, sind ein eigener Vertrag mit dem Vermietpartner und laufen nicht über Köln. Betriebskosten, Maut, Fähren, Stellplätze und Bußgelder sind nie im Mietpreis enthalten.
Versicherungspakete. Jedes Angebot enthält Vollkasko und Haftpflicht mit Selbstbeteiligung, das sogenannte Basis-Paket des Vermietpartners. Glas- und Reifenschäden sind dort meist ausgeschlossen, und die Kaution entspricht der Selbstbeteiligung. Darüber liegt das Premium-Paket des Wohnmobilanbieters: Selbstbeteiligung oft null, Glas und Reifen eingeschlossen, Kaution meist um 200 Euro, teils mit Extras wie Einweggebühr oder erster Gasflasche. Das kostet je nach Land bis zu 300 Euro pro Woche. Wer sich gegen den Selbstbehalt versichern will, ohne das Premium-Paket zu zahlen, bekommt als dritte Stufe den Selbstbeteiligungs-Schutz der ERGO Reiseversicherung vermittelt, für 7 bis 12 Euro pro Tag, in den Stufen Basis und Plus. Der Vertrag kommt direkt mit dem Versicherer zustande. Man bleibt im Basis-Paket, hinterlegt die volle Kaution und bekommt eine einbehaltene Selbstbeteiligung nachträglich erstattet, nach Einreichung von Schadenbericht und Zahlungsnachweis. Bei Anmietung im Ausland weicht der Versicherungsschutz laut AGB teils von deutschen Standards ab, etwa beim Unterboden. Für wen welche Stufe passt, hängt am Reiseziel: Australien mit Selbstbeteiligungen bis 7.500 australische Dollar rechnet anders als Deutschland. Wie eine solche CDW-Deckung grundsätzlich aufgebaut ist, steht im Ratgeber zu Versicherungen fürs Camping.
Stornierung und Umbuchung. Ein gesetzliches Rücktrittsrecht gibt es bei Mietverträgen nicht, anders als bei Pauschalreisen. Was gilt, steht in den Storno- und Umbuchungsbedingungen des jeweiligen Vermietpartners, und sie werden unverändert weitergegeben, ohne eigene Gebühr. Die Startseite wirbt mit flexiblen Stornierungsbedingungen, gemeint sind damit die der Vermietfirmen, nicht eigene. Typisch ist eine Staffel: Je näher der Abholtermin, desto höher der einbehaltene Anteil, bei kurzfristiger Stornierung häufig der gesamte Mietpreis. Der Storno muss schriftlich per E-Mail erfolgen und zählt erst mit Eingang in Köln während der Bürozeiten. Was am Freitagabend eingeht, gilt als Montag 9 Uhr. Wer knapp an einer Fristgrenze liegt, sollte das einrechnen. Umbuchungen sind Ermessenssache des Vermietpartners, der Kundenservice kümmert sich bis 14 Tage vor Abholung um die Anfrage. Die AGB empfehlen ausdrücklich eine Reiserücktrittsversicherung.
Preise: wann CamperDays günstig ist und wann nicht
CamperDays verdient an einer Provision des Vermietpartners, nicht an einem Aufschlag für den Kunden. Die Plattform wirbt mit Angeboten ohne versteckte Kosten und damit, dass man “garantiert keinen Cent mehr als direkt beim Vermieter” zahlt, und ergänzt das um eine Tiefpreis-Garantie: Findet man das identische Angebot, gleiche Station, gleiches Modell, gleiche Ausstattung, woanders günstiger, wird der Preis angepasst. In den AGB steht außerdem, dass Vermietfirmen sich kein besseres Ranking kaufen können und die Sortierung nach Preis aufsteigend erfolgt.
Was daraus folgt: Die Plattform ist selten deutlich günstiger als die Direktbuchung, aber auch nicht teurer. Der Nutzen liegt im Vergleich. Wer nur Roadsurfer kennt, sieht daneben rent easy, DRM oder McRent für dieselbe Strecke. Umgekehrt gibt es Aktionen, die ein Vermietpartner nur Direktbuchern gewährt und die im Vergleich nicht auftauchen. Wer ohnehin direkt beim Anbieter buchen will, prüft das dort. Ein Testbericht von Februar 2025 nennt als Größenordnung 70 bis 150 Euro pro Tag für Europa, die Ab-Preise auf der Startseite sind deutlich niedriger, siehe unten. Solche Ab-Preise gelten für die kleinste Kategorie zur günstigsten Reisezeit, ohne Versicherungs-Upgrade und ohne Zusatzleistungen.
Die Angebotsübersicht ist transparent: Alle Pflichtposten sind enthalten, einschließlich der Einweggebühr, wenn eine anfällt. Das ist der Grund, warum die Tester 2022 die Website mit Sehr gut (1,3) bewertet haben. Was beim Camping insgesamt an Kosten dazukommt, vom Stellplatz bis zur Kurtaxe, sortiert der Ratgeber Was auf einer Campingrechnung wirklich steht.
Die beliebtesten Reiseziele über CamperDays
Die Startseite führt die beliebtesten Reiseziele der Nutzer mit Einstiegspreisen je Nacht, Stand September 2026: USA ab Los Angeles, San Francisco und Las Vegas ab rund 27 Euro, ab New York und Miami ab rund 41 bis 45 Euro, Kanada ab Calgary, Toronto und Vancouver ab rund 20 Euro, Neuseeland ab Auckland ab rund 26 Euro, Australien ab Sydney ab rund 27 Euro und ab Perth ab rund 47 Euro. Günstig sind diese Werte nur zur Nebensaison und in der kleinsten Kategorie. In der Hauptsaison und mit Versicherungs-Upgrade liegt dasselbe Reiseziel schnell beim Drei- bis Fünffachen. Deutschland und Europa erscheinen im Vergleich teurer, weil dort kaum Nebensaison-Deals der großen Fernreise-Vermietfirmen existieren.
Die Bedingungen im Detail
Alle folgenden Punkte legt der Vermietpartner fest. Die Plattform zeigt sie in den Mietbedingungen jedes Angebots an, und genau dort gehören sie vor dem Buchen gelesen. Wer sicher gehen will, druckt die Bedingungen mit dem Voucher aus.
| Posten | Was bei CamperDays gilt |
|---|---|
| Kaution | In Höhe der Selbstbeteiligung, bei Abholung per Kreditkarte (Visa oder Mastercard) auf den Namen des Fahrers. Debit- und Prepaid-Karten werden in der Regel nicht akzeptiert; EC-Karte oder Vorabüberweisung nur nach schriftlicher Zusage. Kaution in Landeswährung, Währungsschwankungen und Kartengebühren trägt der Kunde. Nach einem Schaden kann der Vermietpartner eine weitere Sicherheit verlangen. |
| Kilometer | In Europa meist unbegrenzt. In den USA und Kanada enthalten viele Basispakete nur ein Kontingent, weitere Kilometer werden als Paket oder je Meile berechnet. |
| Mindestalter | Meist 21 Jahre und ein Jahr Führerschein. Einzelne Anbieter in Australien und Neuseeland ab 18, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen bei manchen Anbietern ab 25 mit Klasse C1. |
| Einwegmiete | In der Suche über abweichenden Rückgabeort. Gebühr laut Portal in Australien und Neuseeland teils unter 100 Euro, in Nordamerika 200 bis 600 Euro, in Europa bis 1.000 Euro. Sie ist im Endpreis enthalten. Cruise America und Karma Campervans nur auf Anfrage, Anywhere Campers ist auf One-Way spezialisiert. |
| Stornierung | Staffel des Vermietpartners, ohne eigene Gebühr der Plattform. Schriftlich per E-Mail, Eingang zählt nur zu Bürozeiten. Kurzfristig oft 100 Prozent. |
| Versicherung | Basis mit Selbstbeteiligung immer enthalten. Premium-Paket des Vermietpartners bis 300 Euro pro Woche, ERGO-Selbstbeteiligungs-Schutz 7 bis 12 Euro pro Tag. Grobe Fahrlässigkeit, gesperrte Pisten und Fährschäden sind in allen Paketen ausgeschlossen. |
| Fahrzeug | Kategorie, kein Modell. Länge kann um bis zu 1,5 Meter abweichen. Übergabe häufig erst am Nachmittag, Rückgabe am Vormittag. Verspätete Rückgabe kostet mindestens den Tagespreis, frühere Rückgabe wird nicht erstattet. |
| Hund | Je nach Anbieter und Land, mit Reinigungsgebühr. Im Filter auswählbar. |
CamperDays Gutschein: was es wirklich gibt
Die Suche nach einem CamperDays Gutschein führt auf Dutzende Gutscheinportale mit Versprechen von 15 Prozent oder 120 Euro. Belastbar ist davon wenig. Das sind die Aktionen, die sich für 2026 belegen lassen:
- Newsletter-Gutschein über 50 Euro. Dauerhaft, direkt auf der Startseite des Portals. Der Code kommt nach Bestätigung der E-Mail-Adresse und gilt ab 1.000 Euro Buchungswert für die nächste Buchung. Das ist der einzige Rabatt, der zuverlässig verfügbar ist.
- Befristete Aktionscodes. 2026 gab es mehrere Runden, jeweils ab 999 Euro Buchungswert: 120 Euro für Australien bis 22. März (ab 1.250 Euro), 100 Euro zu Ostern bis 13. April, 100 Euro bis 15. Juni, 120 Euro als Sommeraktion bis 20. Juli (auf 1.000 Einlösungen begrenzt) und 100 Euro bis 18. August. Alle diese Codes sind abgelaufen. Neue Runden erscheinen typischerweise im Newsletter und bei Reise-Deal-Seiten.
- Frühbucher- und Saisonaktionen der Vermietfirmen. Das sind keine Codes der Plattform, sondern Rabatte, die der Anbieter in den Preis einrechnet. Sie erscheinen im Vergleich bereits als niedrigerer Preis.
Die Regeln aus den AGB gelten für jeden Code: nur für neue Buchungen, nicht nachträglich, nicht auf bereits rabattierte Angebote, ein Gutschein pro Buchung, der erste Miettag muss im Gültigkeitszeitraum liegen, und bei einem Mindestbuchungswert zählt der Wert der Buchung. Bei einem Storno wird der Rabattbetrag nicht erstattet. Eingelöst wird der Code im dritten Buchungsschritt bei den Zahlungsdaten.
Ein Hinweis zu den Gutscheinportalen: Viele listen Codes mit Datum aus dem laufenden Monat, die tatsächlich Wochen vorher abgelaufen sind, dazu angebliche Studentenrabatte und Prozentcodes, für die es keine Quelle beim Anbieter gibt. Das ist irreführend, aber verbreitet. Wer einen Code findet, prüft ihn im Buchungsschritt. Wird er nicht angenommen, gibt es ihn nicht.
Bewertungen, Stiftung Warentest und Testsieger: die Gesamtnote im Überblick
| Quelle | Ergebnis | Stand |
|---|---|---|
| Trustpilot | 4,5 von 5 bei 1.210 Bewertungen; 77 Prozent fünf Sterne, 6 Prozent ein Stern; 116 Bewertungen in den letzten zwölf Monaten; Profil seit 2014 vom Unternehmen geführt, rund 80 Prozent der negativen Bewertungen werden beantwortet | 5. September 2026 |
| 4,3 von 5 bei 180 Bewertungen; 13 Prozent ein Stern | September 2026, über Aggregator | |
| Stiftung Warentest | Zwölf Buchungsportale für Wohnmobile getestet, alleiniger Sieger mit Gesamtnote Gut (2,2); Suche 2,1, Buchungsprozess 2,0, Website 1,3; laut Test mit 23 Ländern die größte Länderauswahl in Europa | Ausgabe 01/2022 |
| DtGV | Platz zwei von neun Portalen mit 84,3 Prozent, Note 2,0; Sieger Motorhome Republic mit 90,9 Prozent | Mai 2023 |
| DISQ und ntv | Top 3 der Wohnmobil-Vermietungsplattformen bei "Deutschlands Beste Online-Portale" | 2025 |
Der Testsieg von 2022 ist vier Jahre alt und steht trotzdem auf jeder Seite der Plattform. Die Tester lobten damals die Such- und Filtermöglichkeiten und fanden die Website übersichtlich. Die jüngeren Tests bestätigen die Richtung: vorne dabei, nicht konkurrenzlos. Auffällig ist der Abstand zwischen Trustpilot und Google. Auf Trustpilot werden Kunden nach dem Buchen um eine Bewertung gebeten, dort überwiegen Berichte über den Buchungsvorgang. Bei Google schreiben eher diejenigen, bei denen unterwegs etwas schiefging.
Typische Kritik und typisches Lob
Was in den Bewertungen von 2025 und 2026 wiederkehrend gelobt wird:
- Übersichtliche Buchung, schnelle Bestätigung mit allen Unterlagen, Voucher innerhalb weniger Tage
- Telefonische Beratung ohne lange Wartezeit, auch bei Detailfragen zu Versicherung oder Führerschein
- Alternativvorschläge, wenn die gewünschte Kategorie ausgebucht ist
- Wiederholungsbucher, die zum vierten oder fünften Mal über das Portal gemietet haben, vor allem für die USA
Was wiederkehrend kritisiert wird:
- Nachträgliche Änderung der Abholstation durch den Vermietpartner, in einem Fall vom August 2025 rund zehn Stunden vom gebuchten Ort entfernt
- Vorab bezahlte Zusatzleistungen, die an der Station nicht geliefert wurden, und Erstattungen, die sich über Wochen hinziehen
- Fehlende Einzelaufstellungen von Nachbelastungen durch den Vermietpartner, etwa für Reinigung oder Tankfüllung
- Schwer erreichbare Hilfe bei Problemen während der Reise, weil Köln nur zu Bürozeiten besetzt ist und die Station in einer anderen Zeitzone sitzt
- Der Vermittlerstatus selbst: Bei Streit um Kaution, Schaden oder eine Entschädigung für Ausfälle kann CamperDays vermitteln, aber nichts entscheiden
Ein Muster zieht sich durch: Die Kritik betrifft fast immer die Leistung des Vermietpartners an der Station. Die Plattform ist dafür nur bedingt verantwortlich, aber es ist der Vertragspartner, an den sich Kunden wenden, und daran wird es gemessen. Ein älterer Fall aus dem Forum Womo-Abenteuer von 2014, in dem ein Kunde in Südafrika die Miete doppelt zahlen musste, weil die Zahlung aus Köln beim Vermietpartner nicht angekommen war, hat damals zu einer öffentlichen Stellungnahme und einer Prozessänderung geführt: Seitdem erstattet das Unternehmen in solchen Fällen selbst vor, statt auf den Vermietpartner zu warten.
Unterschiede zu Roadsurfer und McRent
Die beiden meistgenannten Alternativen sind keine Portale, sondern Vermietfirmen mit eigener Flotte. Das ändert die Logik an mehreren Stellen. Beide tauchen übrigens auch auf CamperDays auf, dort dann zu den Bedingungen, die sie selbst festlegen.
| CamperDays | Roadsurfer | McRent | |
|---|---|---|---|
| Rolle | Vermittler, Vertrag mit der Plattform, Fahrzeug vom Vermietpartner | Direktvermieter mit eigener Flotte, über 10.000 Fahrzeuge, rund 100 Stationen in 16 Ländern | Direktvermieter mit Franchise-Stationen in rund 14 europäischen Ländern, Fahrzeuge der Erwin-Hymer-Gruppe |
| Auswahl | Rund 150 Vermietfirmen, über 40.000 Fahrzeuge, mehr als 35 Länder, USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika | Eigene Modelle, überwiegend Kastenwagen und Kompaktcamper, maximal zwei bis drei Jahre alt; Europa, USA, Kanada | Eigene Kategorien von Kompakt bis Premium, Europa und Neuseeland |
| Fahrzeug | Kategorie, Modell nicht garantiert | Modell wählbar | Kategorie |
| Kaution | Je Vermietpartner, in Höhe der Selbstbeteiligung, Premium-Paket meist um 200 Euro | 800 Euro in Europa, per Kreditkarte geblockt | 2.000 Euro per Kreditkarte, wird abgebucht und nach Endabrechnung erstattet |
| Selbstbeteiligung | Je Vermietpartner; Premium-Paket meist null, Zusatzschutz erstattet nachträglich | 2.500 Euro im Basispaket, 1.000 Euro mit Advanced ab 15 Euro pro Nacht, 0 Euro mit Complete ab 29 Euro pro Nacht | 2.000 Euro in Teil- und Vollkasko |
| Kilometer | Je Vermietpartner, Europa meist unbegrenzt, Nordamerika oft Kontingent | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| Mindestalter | Meist 21, je Vermietpartner | 18 in Europa mit einem Jahr Führerschein, 21 in USA, Kanada und Irland | 21 bis 3,5 Tonnen, 25 darüber; ein bzw. drei Jahre Führerschein |
| Stornierung | Staffel des Vermietpartners, keine Portalgebühr | Kostenlos bis 60 Tage vor Mietbeginn, danach 50 Prozent, Flex-Option zubuchbar | Staffel laut Angebot |
| Einwegmiete | Weltweit, Gebühr im Endpreis | Zwischen eigenen Stationen möglich | Nicht möglich |
| Zusatzkosten | Keine Portalgebühr, Zusatzleistungen je Vermietpartner | Servicegebühr 99 bis 179 Euro pro Buchung, Hund einmalig ab 139 Euro | Servicepauschale im Preis enthalten, Hund nur nach Zusage mit Gebühr |
| Beratung | Telefonisch, kostenlos, Bürozeiten | Online-Buchung, Helpcenter | Station vor Ort |
Der praktische Unterschied: Bei Roadsurfer und McRent weiß man vorher, welches Fahrzeug man bekommt und wer bei Problemen zuständig ist, nämlich die Vermietfirma selbst. Bei CamperDays weiß man vorher, was dieselbe Strecke bei mehreren Vermietern kostet, und hat einen Ansprechpartner in Deutschland, der aber nicht am Schalter steht. Wer überlegt, über CamperDays zu buchen, sollte deshalb vorher wissen, welcher Vermietpartner hinter dem Angebot steht, der Name steht bei jedem Treffer. Roadsurfer hat mit 800 Euro die niedrigste Kaution im Basispaket, McRent mit 2.000 Euro die höchste, dafür ohne Servicegebühr. Für Fernreisen außerhalb Europas und Nordamerikas führt an einem Portal kaum ein Weg vorbei, weil die Vermietfirmen dort keine deutschen Buchungsstrecken haben.
Für wen CamperDays passt
Passt gut:
- Fernreisen nach Australien, Neuseeland, Kanada oder in die USA, wo mehrere große Vermietfirmen um dieselbe Strecke konkurrieren und der Vergleich echte Preisunterschiede zeigt
- Einwegrouten, weil die Gebühr in der Suche direkt sichtbar ist und Spezialisten wie Anywhere Campers gelistet sind
- Erstbucher, die telefonisch beraten werden wollen und einen deutschen Vertragspartner mit deutschem Recht bevorzugen
- Buchung auf Rechnung oder per Lastschrift statt über die Kreditkarte, die man dann für die Kaution frei hält
Passt weniger:
- Wer ein bestimmtes Modell oder einen Grundriss braucht, etwa wegen Bettlänge, Fahrzeughöhe oder Fährticket
- Wer am Wochenende startet und einen erreichbaren Ansprechpartner will
- Wer beim Direktvermieter um die Ecke ohnehin die Wunschflotte kennt und dort Direktbucher-Aktionen nutzt
- Wer die Stornofristen nicht lesen will: Die Plattform reicht sie durch, sie verbessert sie nicht
Alternativen
Vergleichsportale mit ähnlichem Ansatz sind CU Camper, Campstar, bestCAMPER und das international ausgerichtete Motorhome Republic, das im DtGV-Test 2023 vor der Kölner Plattform lag. Für Deutschland und Europa lohnt zusätzlich der Blick direkt zu den Vermietfirmen: Roadsurfer für junge Flotten und flexible Stornierung, McRent und rent easy für Hymer-Fahrzeuge an vielen Stationen, DRM für große Familienmobile. Privat vermietete Camper laufen über PaulCamper oder Yescapa, das ist eine andere Preis- und Versicherungslogik und dort bewusst nicht gelistet.
Egal über welchen Weg gebucht wird: Die Posten, die am Ende über den Preis entscheiden, sind Selbstbeteiligung, Kaution, Kilometer und Stornostaffel. Sie stehen bei jedem Anbieter in den Mietbedingungen, und dort gehören sie vor der Buchung verglichen, nicht nach dem ersten Steinschlag.
Folgende Angaben in diesem Text sind noch nicht gegen eine Primärquelle geprüft: Die Roadsurfer-Konditionen (Kaution 800 Euro, Selbstbeteiligung 2.500, 1.000 oder 0 Euro je Paket, kostenlose Stornierung bis 60 Tage vorher) stammen aus einem Erfahrungsbericht Dritter von 2025 und sind nicht gegen die aktuellen Roadsurfer-AGB geprüft; Die McRent-Konditionen (Kaution und Selbstbeteiligung 2.000 Euro, Mindestalter 21 bzw. 25 Jahre, keine Einwegmiete) stammen aus den auf bestCAMPER veröffentlichten Mietbedingungen für Deutschland ab April 2024 und können sich seitdem geändert haben; Der Verkauf von CamperDays an private Investoren war laut ProSiebenSat.1 für Ende April 2026 vorgesehen; ob der Abschluss erfolgt ist, wurde nicht bestätigt; Die Google-Bewertung (4,3 von 5 bei 180 Bewertungen) stammt aus einem Aggregator und nicht direkt aus Google Maps; Die Kilometerkontingente in den USA und Kanada von etwa 100 Kilometern je Miettag sind eine Angabe aus einem Testbericht von Februar 2025, nicht aus den aktuellen Mietbedingungen der Vermieter.
Häufige Fragen
Was ist CamperDays?
CamperDays ist ein Preisvergleichs- und Buchungsportal für Mietwohnmobile mit Sitz in Köln. Es hat keine eigene Flotte, sondern vermittelt Fahrzeuge von gewerblichen Vermietern wie Apollo, Cruise America, McRent oder roadsurfer. Der Mietvertrag kommt mit der Kölner GmbH zustande, die Fahrzeugübergabe erledigt der jeweilige Vermietpartner an seiner Station.
Wem gehört CamperDays?
Betreiberin ist die CamperDays GmbH in Köln. Gegründet wurde das Portal im Februar 2013 als Projekt der SilverTours GmbH, der Firma hinter billiger-mietwagen.de, und gehörte seit demselben Jahr zur ProSiebenSat.1-Gruppe. Im März 2026 hat ProSiebenSat.1 den Verkauf an eine Gruppe privater Investoren angekündigt, der Abschluss war für Ende April 2026 vorgesehen.
Kann ich bei CamperDays kostenlos stornieren?
Nur wenn der gebuchte Vermieter das in seinen Mietbedingungen vorsieht. Das Kölner Unternehmen erhebt keine eigenen Stornogebühren, reicht aber die Bedingungen des Vermietpartners unverändert durch. Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es bei Mietverträgen nicht. Bei kurzfristigen Stornierungen wird häufig der gesamte Mietpreis fällig, deshalb gehören die Stornofristen vor der Buchung in den Angebotsdetails gelesen.
Gibt es einen Rabattcode für CamperDays?
Dauerhaft gibt es den Newsletter-Gutschein über 50 Euro ab 1.000 Euro Buchungswert. Dazu kommen zeitlich befristete Aktionscodes, 2026 mehrfach über 100 bis 120 Euro ab 999 Euro Buchungswert. Diese Codes laufen nach wenigen Wochen ab; Gutscheinportale zeigen sie oft noch Monate später an. Pro Buchung gilt nur ein Gutschein, und er lässt sich nicht nachträglich auf eine bestehende Buchung anwenden.
Braucht man bei CamperDays eine Kreditkarte?
Für die Bezahlung nicht zwingend, je nach Währung stehen auch SEPA-Lastschrift und Rechnung zur Wahl. Für die Kaution bei der Abholung verlangen die Stationen aber fast immer eine echte Kreditkarte, Visa oder Mastercard, auf den Namen des Fahrers. Debitkarten und Prepaid-Kreditkarten werden laut den Geschäftsbedingungen in der Regel nicht akzeptiert.
Ist CamperDays seriös?
Die Faktenlage spricht dafür: Betreiberin ist eine deutsche GmbH mit Impressum in Köln, die Plattform war in Ausgabe 01/2022 der Stiftung Warentest alleiniger Testsieger unter zwölf Buchungsportalen, und auf Trustpilot stehen 4,5 von 5 Sternen bei 1.210 Bewertungen (Stand September 2026). Die negativen Bewertungen betreffen überwiegend Probleme mit dem Vermietpartner vor Ort, bei denen die Plattform nur vermitteln kann.
Ist CamperDays günstiger als die Buchung direkt beim Vermieter?
In der Regel gleich teuer. Die Plattform wirbt damit, keinen Cent mehr zu verlangen als direkt beim Anbieter, und gibt eine Tiefpreisgarantie für identische Angebote. Umgekehrt gibt es beim jeweiligen Vermieter gelegentlich Direktbucher-Aktionen, die im Vergleich nicht auftauchen. Der Vorteil liegt darin, günstig über viele Vermietfirmen hinweg zu vergleichen, nicht in einem systematisch niedrigeren Preis.
Wie viele Kilometer sind bei CamperDays frei?
Das legt der Vermietpartner fest, nicht die Plattform. In Europa sind unbegrenzte Kilometer die Regel. In den USA und Kanada enthalten die Basispakete vieler Vermietfirmen nur ein Kilometerkontingent, weitere Kilometer werden als Paket oder je Meile abgerechnet. Der Posten steht in den Mietbedingungen des jeweiligen Angebots.
Ab welchem Alter kann man über CamperDays mieten?
Meist ab 21 Jahren mit mindestens einem Jahr Fahrpraxis. Einzelne Vermietfirmen in Australien und Neuseeland vermieten kleine Camper schon ab 18 Jahren, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen verlangen bei manchen Anbietern 25 Jahre und den Führerschein der Klasse C1. Das Mindestalter steht bei jedem Angebot in den Mietbedingungen.
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